21st Century Bluesman

Es muss 1982 oder 1984 gewesen sein, jedenfalls noch im Zeitalter der Musik-Kassetten, dass ich Ripoff Raskolnikov, der eigentlich Lutz Knoglinger heisst, als 20th Century Bluesman für eine Mini-Gage auf die Bühne der “Grazer Straßenliteraturtage” holen durfte. Drei Jahrzehnte später, im 21. Jahrhundert, habe ich ihn in einem urgemütlichen Aussie Pub in Graz wieder entdeckt. Nach der Gage habe ich gar nicht erst gefragt, aber wie es denn seiner Frau ginge. Oops, Fettnäpfchen.

1984 widmeten wir ihm eine Doppelseite im allerersten Gangan-Buch, seither ist viel geschehen.

Als ich grinsend auf ihn zu steuere, hat er mich zuerst gar nicht erkannt. Nun ja, drei Jahrzehnte müssen Spuren hinterlassen haben. Damals, zur Zeit jener fünf Jahre lang von mir organisierten “Grazer Straßenliteraturtage”, waren wir beide jung, glücklich verheiratet und unverwundbar. Aber jetzt, mit all den Lebenserfahrungen unterm Gürtel, ist sein Blues noch besser, gereifter, authentischer und das führt er zurück auf “die Konsequenz, mit der er seinen Weg geht, ohne sich um Modeströmungen jeglicher Herkunft zu kümmern, und die unerschütterliche Integrität, mit der er versucht, menschliche Emotionen wie Liebe, Leidenschaft, Verlust, Schmerz, Verlangen, die Suche nach Schönheit, den Hunger auf das Leben oder die Angst vor dem Tod auszuloten und in Musik zu verwandeln”, wie es auf seiner Homepage steht und was nicht besser formuliert werden kann – www.ripoffraskolnikov.com

Ripoff Raskolnikov wurde am 9. August 1955 in Linz geboren, kam bald darauf nach Graz und als wir uns kennen lernten war er in Gleisdorf verheiratet. Nach meiner Scheidung und dem damit einhergehenden Umzug nach Wien im Jahr 1986 haben wir einander für lange Zeit aus den Augen verloren. Es hat ihn nach Budapest (Ungarn) verweht, jetzt lebt er wieder in Graz. Ein umtriebiger Singer/Songwriter, dessen Biografie auch irgendwie an meine eigene erinnert. Auch nach meinen 25 Jahren “on the road” in Australien habe ich meine temporären Luftwurzeln wieder in die Gartenerde der alten Heimat vergraben. Vielleicht spricht mich Blues auch deshalb an, obwohl seine Vertreter wie Blind Willie McTell, Skip James, Robert Johnson oder John Lee Hooker nicht gerade zu meiner täglichen Kost gehören. Auch wenn man in diese Musik durchaus hinein kippen kann.

Ein 14:20 Medley aus Open Air und Pub | Video: © Gerald Ganglbauer 2014

Als Draufgabe gab es noch eine Ballade von Tom Waits, an den er nicht nur mit der rauen Stimme und durch das Markenzeichen Hut erinnert, sondern mit dem Ripoff Raskolnikov auch irgendwie seelenverwandt zu sein scheint. Aber obwohl Bob Dylan und der Letztgenannte vereinzelt bei Raskolnikov im Programm auftauchen, kopiert er sie nicht, sondern bleibt seinem eigenen Stil treu.

Es war jedenfalls schön, ihn wieder zu treffen. Das Konzert und die Stimmung im Aussie Pub haben uns sehr gefallen. Einziger Wermutstropfen: Im Lokal wird geraucht! Was mich sehr wundert, da in Australien alle Pubs längst rauchfrei sind. Österreichs Politiker hinken zum Leidwesen gesunder Menschen ziemlich hinterher. Es bleibt zu hoffen, dass europäischer Druck diesen Missstand baldigst aufhebt.

Diskografie (die letzten drei Alben): „Everything Is Temporary“ (2006) mit: Highway 5, Set designer blues, Two-point-two-re-run; „Lost & Found“ (2010) mit: Always on your side, It’s not easy und „Lenin Street“ (2012) mit: Lenin street, Never felt so good, Lullaby.

Ursprung, am 2. Juni 2014

Berndt Luef & Jazztett Forum Graz

Er ist ein Grazer Urgestein und nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Politisch links von der Mitte, räsoniert der 1952 in Knittelfeld geborene Berndt Luef zwischen eigenen Kompositionen über den Bus 63, die inakzeptablen Unterrichtsbedingungen der Musiklehrer und Bürgermeister Nagls umstrittene Pläne mit dem Pfauengarten. Er war bereits 1977 im burgenländischen Kohfidisch als Schlagzeuger der Band Mirror auf der Bühne (ich im Publikum!) und blickt zurück auf 20 Jahre Jazztett Forum Graz und 30 Jahre Berndt Luef Trio. Im Herbst wird ein neues Album präsentiert.

jazztett-luef-iconBerndt Luef Jazztett Forum Graz
St. Peter Hauptstraße 33/V/5
A 8042 Graz
Tel.: +43 316 425016

Wow, echte Instrumente!

ganglbauer-luef-jazztett1
Berndt Luef im Forum Stadtpark, Graz | Foto © Gerald Ganglbauer 2014

Berndt Luef war im Forum Stadtpark, dessen kleine Bühne mit zehn Bandmusikern noch enger wirkte, vor Jahren selbst musikalischer Leiter, bevor ihn der damalige Direktor vor die Tür setzte, weil sein Programm nicht in den innovativen Rahmen der Avantgarde des Hauses passte. Heute, zehn Jahre später, unter neuer Direktion, finden ihn die Jungen wieder “hip”: Wow, echte Instrumente!

In der Pause trinke ich ein Murauer mit dem Kapellmeister und unterhalte mich mit ihm über Kommunalpolitik und wie lange wir uns nun schon kennen. Graz ist ein Dorf, wie ich wieder feststelle, als ich im Publikum auch nach 25 Jahren Abwesenheit jemanden treffe, der über einige Ecken mit gemeinsamen Freunden Luefs und mir bekannt ist. Und auch sonst erinnert viel an Vieles. Wie meine verspätete Ankunft zum Konzertbeginn, die ich der Buslinie 41 verdanke. Luef hatte ein ähnliches Erlebnis in seinem 63er Bus musikalisch zu einem Blues verarbeitet und die Partitur den Verkehrsbetrieben geschickt. Ein halbes Jahr später wurde sie ihm kommentarlos retourniert. Am Fahrplan des 63er hat das scheinbar nichts verbessert.

Auch im zweiten Set fließen die kompliziertesten Arrangements professionell aus den Instrumenten, die wie ein einziger Klangkörper eine Symbiose miteinander einzugehen scheinen. Jeder der Musiker präsentiert sein Instrument in einem Solo, was vom Publikum mit starkem Applaus belohnt wird, der nach dem Konzert immerhin noch vier Zugaben herausholt. Ein wunderbarer Abend mit dem Jazztett. Ich freue mich auf das Konzert im Stockwerk Anfang September, wenn das neue Album erscheint.

Jazztett Forum Graz sind Axel Mayer: trumpet & flügelhorn, Christoph Wundrak: tenorhorn, Patrick Dunst: alto & sopranosax, bassclarinet, Georg Gratzer: tenorsax, bassclarinet & flute, Thomas Rottleuthner: baritonsax, Dragan Tabakovic: guitar, Berndt Luef: vibraphon, Thorsten Zimmermann: bass, Viktor Palic: drums, Ismael Barrios: percussion. Das Konzert BLUESING war eine Hommage an Oliver Edward Nelson (1932, St. Louis – 1975, New York) einen der großen Komponisten und Bigband-Arrangeure des Jazz, wobei er besonders die 1960er und 1970er Jahre mit seinem Stil geprägt hat.

Mehr Infos auf www.berndtluef.at

Diskografie: L5 (Extraplatte EX 275; 1996), Work Stations (Extraplatte EX 326; 1998), Deviation (Extraplatte EX 394; 2000), Saida (FoSta 99004; 2002), Epitaph (FoSta 99005; 2002), Trialogue (Extraplatte EX 594; 2003), Correlations (Extraplatte EX 694), On that score (Fosta9908).

PS.: Auch mein Leben ist übrigens eng mit dem Forum Stadtpark verknüpft. Als junger Dichter las ich dort 1982 meine Texte. Da saß eine junge Frau im Publikum, mit der ich nicht nur die Nacht verbrachte, sondern eine Woche darauf spontan um ihre Hand anhielt: Petra Ganglbauer. Soweit ein persönliches Detail am Rande.

Ursprung, am 15. März 2014

Klanghaus Untergreith

Das südsteirische Untergreith ist kein bekannter Ort in der heimischen Topografie, aber ein Haus entbietet dort etwas ganz Besonderes. Die Klänge der vier Jahreszeiten (nicht nur jene der Weingläser) ertönen im klang.haus der Mia Zabelka. Dort treffen sich Klangkünstler aller Herren Länder mit einheimischen wie auch weit angereisten Gästen zum Ohrenschmaus. Alles ist am Menü, von “unplugged” instrumental und vokal, bis zum synthetischen Cocktail aus der Steckdose.

Winter im Klanghaus Untergreith

Die Geigerin und Komponistin Mia Zabelka (1963 in Wien geboren) lädt viermal im Jahr in ihr Klanghaus, um die Töne der Jahreszeiten zu feiern. Und international arrivierte Klangkünstler folgten gerne ihrer Einladung zum Klangfest Winter. Der französische Improvisationsmusiker Pascal Marzan eröffnete die Saison mit der Gitarre, im Anschluss kolaborierte der britische Soundkünstler Simon Whetham mit Zahra Mani am MacBook Pro.

Nach einer kulinarischen Pause präsentierten die französische Saxophonistin Audrey Lauro und Gastgeberin Mia Zabelka ihr Duo Projekt „Me, Myself and I“. Der amerikanische Elektronikmusiker Kim Cascone sandte einen eigens geschriebenen Klangteppich, der im dunklen Raum zu Gehör gebracht wurde und abgeschlossen wurde der Abend in einer improvisierten Jam-Session.

Jam-Session der Klangkünstler im Klanghaus Untergreith © Gerald Ganglbauer 2014
Da man Klangkunst aber am besten selbst hört, ein kleines Medley aus live Mitschnitten vom Winternachtklang.

PS.: Die jüngsten Tonträger von Mia Zabelka, “M” (2011, solo) und “Medusa’s Bed” (2013, mit Lydia Lunch und Zahra Mani) entbieten vollkommene Ablenkung vom gewohnten Hörerlebnis und lassen im Kopfhörer die Geräuschkulisse unseres Alltags für jeweils eine Stunde vergessen.
Tunes wie Körperklangmaschine und Mystical Psychosis sind durchaus für sehr konkrete Gefühlswelten geeignet, die Lyrics in Defiant und Bloodlust & Oblivion sind einfach genial. 8,99 (M) bzw. 9,99 € (Medusa’s Bed).

Klanghaus Untergreithwww.klang-haus.at

Untergreith und Ursprung, am 9. Februar 2014

40 Jahre Opus

Mit 40 Jahren Geschichte sind Opus Österreichs älteste Rockband. Seit dem Ohrwurm „Live is Life“, der 1984 mit 15 Millionen verkaufter Singles und etwa 2 Millionen verkaufter Alben die Welt eroberte, auch tatsächlich international die einzige populäre Formation. Alle zwei Jahre geben sie im Grazer Opernhaus ein Benefizkonzert zu Gunsten eines Schulprojekts in Äthiopien. Die Band heizte auf der Bühne mit Special Guests Boris Bukowski, Michael Vatter & Paul Pfleger den Grazern ein wie eh und je.

Ihr drittes Konzert in der Grazer Oper spielte € 40.000 für “Menschen für Menschen” ein.

Ich lernte Herwig Rüdisser (Vocals), Ewald “Sunny” Pfleger (Guitar), Kurt René Plisnier (Keyboards) und Günter Grasmuck (Schlagzeug) im Jahr 1978 im burgenländischen Pinkafeld kennen, wo ich mich zum ersten Open-Air Austria Rock Festival eingefunden hatte. Ich mochte diese Musik und hatte die ersten zwei LPs, “Daydreams” und “Eleven”, bereits in meiner Sammlung.

Als ich 1984 durch Asien reiste, hörte man überall ihr “Live is Life” und meine Frage, ob man denn hier eine Band aus Österreich kenne, wurde in vielen Ländern der Welt immer nur mit Opus beantwortet. Falco war als Sänger geläufig, Mozart als Komponist, sofern man dieses kleine Österreich überhaupt kannte. Darüber hinaus gab es nichts. “Live is Life” wurde auch mehrfach von anderen Künstlern nachgesungen, eine der interessantesten Versionen ist die Interpretation der slowenischen Band Laibach.

Die Grazer Rockband blieb präsent in meiner Erinnerung, obwohl sie jahrelang keine neuen Lieder schrieben. Vor einiger Zeit hatte ich sie einmal auf dem Mariahilferplatz bei einer Wahlveranstaltung der SPÖ gesehen, zuletzt eben gestern in der Oper, wo sie zum dritten Mal ein Benefizkonzert spielten. Es existierte sogar eine private Verbindung mit der Band, da eine meiner Nichten einige Jahre lang mit dem Keyboarder zusammen war.

Die 40 Jahre im Geschäft sah man der Band vielleicht nur in dem Moment an, als der Nachwuchs von Ewald Pfleger auf die Bühne kam. Paul Pfleger hat immerhin schon seine eigene Band: Stereoface. Ich konnte im Publikum niemanden sehen, der nicht begeistert war und die Standing Ovation war wohl verdient.

Ursprung, am 9. Dezember 2013

Nova-Spa, Graz

Eine Wellness-Landschaft in Graz, die ich persönlich empfehle.

Das Nova-Spa (7,1 km von meiner Haustür) gibt es noch nicht so lange. Es gehört zum Novapark-Hotel in Graz-Gösting, im Norden der Stadt. Hier findet man im Freien über den Dächern von Graz eine Blocksauna und zwei Whirlpools, eine Dachterrasse mit strohgedeckten Betten und Liegen mit Blick auf den Schlossberg (perfekt um Silvester im Bademantel zu feiern), sowie unter Dach einen Pool mit Gegenstromanlage, einen dritten Whirlpool, ein kaltes Tauchbecken, Kneipp-Becken, sowie alles, was das verschwitzte Herz begehrt: finnische Aufguss-Sauna, Kräuter-Sauna, Sole-Dampfbad und Infrarot-Sauna. Es gibt Ruheräume mit Polstermöbeln sowie auch Zimmer, Massagen und Solarium. Alles hygienisch sauber, gepflegt von emsigen Damen. Für den kleinen Hunger gibt es Tagessuppe, Gulaschsuppe, Frankfurter, Toast und eine frische Salatbar, sowie Speisen à-la-carte vom Hotelrestaurant. Trinkwasser und Tee stehen kostenlos zur Verfügung.

Helmut Neukam

Geleitet wir das Nova-Spa (SPA – sanus per aquam, gesund durch Wasser) von Helmut Neukam (01.03.1949), der das Hotel gebaut hat, jetzt zwar im Ruhestand ist, aber täglich seine Runden dreht, sich mit Gästen im Sprudel unterhält, es sich nicht nehmen lässt, die Spezialaufgüsse (Früchte, Salz und Honig) selbst durchzuführen und der auch sonst sehr umgänglich ist. Im Sommer grillt er am Dach, zur Herbstzeit gibt es Maroni und Sturm. Seine Crew ist genauso freundlich. Silvester wird in der Sauna gefeiert und andere Events gibt es auch. Der Gangan Verlag wird 2014 “Buchstaben-Aufgüsse” (Lesungen im “Short-Story-Spa”) machen. Die Einrichtung ist geschmackvoll, es gibt freies WLAN und die Beschilderung ist englisch/deutsch und informativ, nicht schulmeisterlich.

Das Publikum ist bunt gemischt, aus Graz und Graz-Umgebung einerseits; internationalen Hotelgästen andererseits. Auch hier gibt es Sauna-Runden und Stammgäste wie den „Schamanen“ Martin, der hin und wieder seine Klangschalen und Gongs mitbringt und bei dem nicht applaudiert werden darf, oder den „Eisenbahner-Helmut“, der am Dienstag aufgießt und dabei gerne daran erinnert, dass die Aufgüsse hier eine Zeit der stillen Meditation sind. Nun, manchmal kommt es schon zu einer leisen Unterhaltung, aber dann erfolgen gleich Rufe nach Ruhe aus den Reihen der Gäste. Grundsätzlich ist Stille durchaus angebracht, weil sie zur Entspannung beiträgt, aber man muss sie nicht immer militant umsetzen, denn ab und zu soll es auch einen kleinen Tratsch geben können. Nur derbe Sauna-Witze werden nicht so gerne gehört wie in anderen Etablissements.

Im Nova-Spa wird immer etwas geboten: Täglich gibt es einen Frucht-Aufguss als Vitamin-Booster (dazu werden Früchte der Saison herumgereicht), einen Salz-Aufguss, der die Poren öffnet (man reibt sich zwischen den Aufgüssen mit Meersalz ein) und einen Honig-Aufguss, der der Haut Nährstoffe zuführt und die Poren wieder schließt (man bekommt echten Bienenhonig für die Haut und danach einen Schluck Honigwein). Der Wechsel von Hitze, Wärme und Kälte, die massierenden Sprudeldüsen unter Wasser, sowie die angenehme Atmosphäre in den Ruheräumen tun den Gästen ausgesprochen gut. Noch ein Vorteil: Es gibt keinen Ruhetag und viele gehen auch im Sommer gerne hin, weil es dort eine sonnige Dachterrasse und sogar echten Rasen am Dach gibt. Und bevor ich es zu erwähnen vergesse, parken ist für Gäste nun auch gratis.

Ursprung, am 31. Oktober 2013

Saunakultur

Nach Österreich kam die Sauna aus Finnland, aber es gab sie auch in anderen Teilen der Welt: russische Banja, indianisches Schwitzzelt, türkisches Dampfbad oder koreanisches Badehaus. Die Unterschiede in der Saunakultur sind allerdings enorm. Ich persönlich liebe Entspannung und sauniere schon 35 Jahre lang. Und obwohl ich daheim eine eigene Sauna im Keller habe, besuche ich Wellnessoasen, weil sie – abgesehen vom größeren Angebot – auch etwas Soziales bieten: die „Sauna-Runde“.

Naked Ambition. Meine persönliche Empfehlung für Körper und Geist. | © Nora Devai 2005

Eine Sauna (Plural Saunen/Saunas; finnisch sauna; auch Schwitzstube oder finnisches Bad genannt) ist ein auf eine hohe Temperatur erwärmter Raum oder eine Raumgruppe, worin ein Schwitzbad genommen wird. Eine Saunaanstalt ist häufig an eine öffentliche Schwimmhalle oder ein Fitnessstudio angeschlossen und kann mit anderen Einrichtungen wie Dampfbädern oder einem Warmluftbad kombiniert sein.

Definition in: Wikipedia

Ich liebe die Sauna. In letzter Zeit habe ich sporadisch immer wieder verschiedene Saunalandschaften besucht, wie das Ultimo Aquatic Centre in Sydney, das River Island Nature Retreat in New South Wales, das Asia-Spa in Leoben, die Wellnessoase in Gratkorn, die Heiltherme in Bad Waltersdorf, die Auster in Graz-Eggenberg, um nur einige zu nennen. Regelmäßiger Gast war ich im Kawailani in Schrauding, solange sie noch von Heidi Fruhmann geleitet wurde, und bin ich nun in der Nova-Spa in Graz-Gösting, wo wir 2014 Buchstaben-Aufgüsse (Lesungen in der “Short-Story-Spa”) machen werden. Was ich grundsätzlich beobachtet habe, ist, dass ein Großteil der Saunagäste – wie heutzutage auch in FKK-Klubs – offensichtlich Herren im Pensionsalter sind. Die Jugend ist viel prüder geworden als wir das waren und hat das nackte Vergnügen noch nicht für sich entdeckt.

Dass regelmäßiges Saunieren der Gesundheit und der Seele gut tut, ist bekannt. Die nicht unmaßgebliche soziale Komponente eines Sauna-Besuches habe ich bereits erwähnt. Man trifft seine Sauna-Runde regelmäßig am selben Wochentag. In den letzten Jahren war ich mit meiner Partnerin beispielsweise jeden Samstag im Kawailani. Zu Mittag hin, bei Badeschluss (22 Uhr) nachhause. Dort trifft man dieselben Leute; Paare, Singles, Mütter mit Töchtern, kleine Gruppen von Freunden. Man ist per du und kennt oft auch nur den Vornamen, wechselt ein paar Worte, fühlt sich in der „gated community“ geborgen, gerade wenn man nackt ist. Angezogen auf der Straße würde man sich nicht erkennen, scherzt man. Man setzt sich im Whirlpool zusammen, plaudert, spielt Karten. Es ist allerdings selten, dass sich oberflächliche Sauna-Freundschaften über den Zaun hinaus fortsetzen, mit der Ausnahme von Bekanntschaften die eine Herzensangelegenheit werden, was splitternackt natürlich ebenso passieren kann wie andernorts in Kleidern.

Nacktheit ist für Naturisten bzw. Menschen, denen Freikörperkultur vertraut ist, nichts Anstößiges, Schamvolles oder Verletzliches. Sie benehmen sich nackt in Gesellschaft ebenso sicher wie in Kleidern. Im Lauf der Zeit bilden sich zu den gesundheitlichen Sauna-Regeln nämlich auch soziale Gesetze heran, die unbewusst von allen befolgt werden. Hausverstand und Respekt sollten bei den meisten Menschen ausreichen, um sich ordentlich zu benehmen. Zuwiderhandelnde Gäste können vom Saunabetreiber diskret Hausverbot erhalten, wobei man leider auch unschuldig zum Handkuss kommen kann, wenn eine Person aus persönlichen Motiven denunziert

Wie benimmt man sich in unbekleideter Umgebung? Neulinge brauchen vielleicht einige Zeit, bis sie sich daran gewöhnen, dass sie von „nackten Fremden“ in ein ganz normales Gespräch vertieft werden. Wenn man selbst Single ist, kann man durchaus jemanden kennen lernen. Man muss aber vorsichtig und rücksichtsvoll auf den anderen eingehen, sonst könnte die Unterhaltung vom Frischling als aufdringlich empfunden werden. Manche Gäste gehen sogar mit der Absicht in eine Sauna, jemanden kennen zu lernen (schließlich gibt es dort keine „Katze im Sack“), manch andere wollen nur relaxen und dabei nicht gestört werden. Da gilt es sensibel zu sein, denn man wird natürlich beobachtet und exzessives Flirten kann einen schon in Verruf bringen. Sexuelle Belästigung ist absolut unerwünscht. Swinger sind es ebenso. Die finden sich ohnedies in Club-Saunas.

Aber wie ist das mit normalen sozialen Kontakten? Ganz einfach. Man unterhält sich ungezwungen, sieht sich dabei in die Augen. Natürlich registriert man auch den Rest des Körpers, ohne ihn jedoch mit erotischen Gedanken in Verbindung zu bringen. Es ist einem „Textiler“ schwer zu erklären, dass einen ein nackter Busen nicht erregt, wenn es nicht derjenige der Partnerin ist, den man mit völlig anderen Augen sieht. Ob FKK oder Sauna, Nacktheit wird eine Lebensphilosophie. Man möchte nach einigen Jahren gelebter Freiheit gar nicht mehr angezogenen nass oder braun werden und bemitleidet bekleidete Badegäste.

Leider gibt es keine finnische Saunakultur im anglo-sächsischen Raum. Das liegt wohl an der strengen Queen Victoria. Und wenn es doch Nacktheit in Fitness- oder Wellness-Bereich gibt, ist sie – zumindest in Sydney – meist Treffpunkt der Gay Community.

Wenn man hingegen das Umfeld einmal gewohnt ist, wird es völlig natürlich, schwitzend und schwimmend und sonnenbadend absolut nichts am Körper zu tragen. Nasse Kleider auf der Haut zu tragen wird zu einer unangenehmen Vorstellung. Ich persönlich verstehe nicht, wieso man in Sydney bekleidet sauniert. Vor einigen Jahren beim Bau des neuen Aquatic Centres in Ultimo, das immerhin der österreichische Architekt Harry Seidler entworfen hat, war es mir unmöglich, der Stadt begreiflich zu machen, dass man den Saunabereich nicht mit Glastüren neben das 50-Meter-Becken baut, sondern in einem getrennten Stockwerk wie in meinem Beispiel Amalienbad – Hallenbad der Stadt Wien.

Ursprung, am 31. Okber 2013

steirischer herbst ’13

Der Umzug in mein Haus in Ursprung hat den ganzen September beansprucht, sodass es erst jetzt langsam wieder Platz für ein Kulturprogramm gibt. Und da passen aus der letzten Woche des steirischen herbst 2013 noch einige Veranstaltungen hierher. Eine Empfehlung vorweg: Spannend und auch thematisch der neuen Gangan Lit-Mag #45 nahe ist Close Link, bis 12. Oktober im Ex-Zollamt in der Halle am Bahnhofsgürtel 57 in Graz.

Liaisons dangereuses: Alliancen, Mesalliancen und falsche Freunde

Close Link: Der Künstler Chrisdian Wittenburg vor seiner Arbeit „Ute“ | Foto: Stephan Friesinger

Am Sonntag geht der steirische herbst 2013, der dem Leitmotiv Liaisons dangereuses: Alliancen, Mesalliancen und falsche Freunde folgte, zu Ende. Heute Vormittag wurde im Rahmen eines Pressegesprächs Bilanz gezogen. 251 Veranstaltungen gab es an 24 Festivaltagen. Rund 47.000 Besucherinnen und Besucher zählte das Festival, nicht zugerechnet sind dabei die Projekte, die im öffentlichen und medialen Raum stattgefunden haben. Wir freuen uns auch über eine sehr hohe Auslastung von über 90 % bei den szenischen Produktionen und Konzerten. Über 700 Künstler, Theoretiker und sonstige Teilnehmer aus insgesamt 47 Nationen waren involviert.
Alle Angaben beziehen sich auf den Stand von Do 10/10, 22.00, die endgütligen Zahlen präsentieren wir nach dem Ende der herbst-Ausstellung Liquid Assets am 01/12/2013.

steirischer herbst 2013 Bilanz

24 Festivaltage
Rund 47.000 Besucherinnen und Besucher (ohne Projekte im öffentlichen & medialen Raum)
Über 90 % Gesamtauslastung bei den szenischen Produktionen und Konzerten
108 Projekte
251 Einzelveranstaltungen
132 Akkreditierte Journalistinnen und Journalisten
Mehr als 700 Künstler, Theoretiker, sonstige Beteiligte aus 47 Nationen

Dieses Wochenende haben Sie noch die Gelegenheit einige Produktionen des Festivals zu erleben: Las Multitudes, ein Stück das 100 Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Seniorinnen und Senioren aus Graz und der Steiermark zusammen mit dem Ensemble des argentinischen Regisseurs Federico León auf der Bühne vereint; Sleeping Beauty, die neue Arbeit der New Yorker Performerin Ann Liv Young und amness, eine Choreografie der japanischen Tänzerinnen Fumiyo Ikeda & Un Yamada, begleitet vom Musikerkollektiv BL!NDMAN [sax]. Das hybride Ausstellungsprojekt Close Link von hoelb/hoeb im Festivalzentrum ist ebenfalls nur mehr diesen Freitag und Samstag zu erleben. Neben den beteiligten Künstlern, Wissenschaftern und Angehörigen sind als Spezialgäste der Performer David Jagerhofer als unheilkundiger Pillendreher und der Kurator Haiko Pfost eingeladen. Am Samstag sind im Rahmen des letzten Double Feature-Konzerts die Zwillingsschwestern Jófrídur und Ásthildur alias Pascal Pinon zu sehen, die Schwedin Anna von Hausswolff präsentiert ihr aktuelles Album Ceremony.

Die Ausstellungen des steirischen herbst 2013 sind übrigens weiterhin zu sehen. Neben den Projekten im esc medien kunst labor, dem Grazer Kunstverein, dem Künstlerhaus, bei Camera Austria & <rotor> läuft auch die herbst-Ausstellung Liquid Assets. Nach der Transformation des Kapitals im Ex-Zollamt weiter, und zwar bis 1. Dezember. Im November gibt es jeweils am Sonntag Filmscreenings mit anschließenden Gesprächen mit den Regisseuren bzw. Produzenten der Filme.

Liquid Assets
Nach der Transformation des Kapitals
20/09 – 01/12, Do 12.00 – 20.00, Fr – So 12.00 – 18.00
Führungen jeweils Sonntag, 16.00
Ex-Zollamt / Halle, Bahnhofgürtel 57, 8020 Graz

Close Link: Künstler Bernd Kräftner und Kulturwissenschafter Thomas Macho vor der Arbeit des Künstlerkolletivs Shared-Inc. | Foto: Stephan Friesinger

Der steirische herbst ’14 findet von 26/09 – 19/10/2014 statt.
[Pressetext]

Ursprung, am 7. und 11. Oktober 2013

MURTON Festival 2013

Das MURTON Graz Festival widmet sich heuer dem Balkanraum und seinen kulturellen Einflüssen auf unsere alltägliche Gegenwart auch hier in unserer Stadt Graz. Die Geschichte unserer Beziehungen der letzten 100 Jahre mit dem Balkan ist so facettenreich und vielfältig wie kaum eine andere. Mit dem EU-Betritt Kroatiens ist uns diese Region wieder ein Stück näher gerückt, die uns nie wirklich fern war. Die Generation der heute 30-Jährigen ist in eine völlige Neuordnung der Welt des Balkans hineingewachsen, die ihre jahrhundertealten Wurzeln und Traditionen aber nie verloren hat und die uns ebenfalls geprägt haben. Die kulturellen, musikalischen und geschichtlichen Gemeinsamkeiten – aber auch deren erlebenswerte Unterschiede – stehen im Fokus des diesjährigen Programms von MURTON Graz, schreibt Natalie Resch.

DER BALKAN IST IM FLUSS. Und der Fluss verbindet Graz auch mit dem Balkan

MURTON GRAZ 2013, Festival Opening | Foto © 2013 Gerald Ganglbauer

Oliver Mally hatte den Blues, The Stimulators heizten ein, das Publikum tanzte. Ein gelungener Eröffnungsabend der zweiten Ausgabe des MURTON Festivals.

Auf die Suche nach kulturellen und religiösen Spuren des Balkans in Graz begibt sich die speziell dafür konzipierte Stadttour AMAZING GRAZ…has its own Balkan. Der Murton-Poetry Slam wird unter dem Motto BALKAN CUP zu einem ganz besonderen Freundschaftsspiel zwischen Sprachen und Ländern – und das erstmalig auf der Murinsel. Neu ist das Open-Air-Filmprogramm BALKAN SCREENING, das vier Abende lang mit prämierten Filmen die Emotionalität der Menschen am Balkan nach Graz bringt. Und als literarisch musikalische Grenzüberschreitung versteht sich die Lesung mit musikalischen Zwischentönen unter dem Titel CROSS-OVER BALKAN. Lang und voller Leckerbissen ist der 17. August. Er beginnt bereits vormittags mit einer “Pfefferoni-scharfen” Brass Band am LENDPLATZ und endet erst spät abends mit einer Stärkung beim BALKAN-GRILL im Speisesaal des Hotel Wiesler; aufgelegt werden neben Ćevapčići am Holzgrill, Balkan-Beats von DJ Nevenko an den Turntables. Das Festival überquert das rechte Murufer und bespielt den AUGARTEN mit POLKA REMIXED. Es erkundet MUR AB- UND AUFWÄRTS neue Orte und bringt Weltmusik nach Judenburg und Gabersdorf.

Die MARIAHILFERPLATZ KONZERTE werden wieder bei freiem Eintritt und gewohnt temperamentvollen Klängen die Sommerabende mit dem ein oder anderen Tänzchen perfekt ausklingen lassen. Fetziger Ska steht ebenso am Programm wie jazzige Soli, Gipys Funk und Beatboxing – auf alle Fälle werden musikalische Grenzüberschreitungen von sich hören machen. Die NIGHTLINE im iKU bespielen die Turntable-Spezialisten von Tiefparterre. Let’s dance heißt es auch am 24. August beim großen SHOWDOWN mit Bauchklang auf der Mariahilferplatz-Bühne und anschließender SHOWDOWNPARTY im p.p.c.

Das Festival belebt das sommerliche Graz an der Mur mit Musik aus aller Welt und facettenreichen Programmen, die spüren lassen, wie nahe wir dem Balkan wirklich sind.

Lateinamerikanische Grooves, fetziger Ska, jazzige Trompeten-Soli, eingängige Refrains, verrauchte Vocals, bluesige Gitarren: Das ist der Sound der Münchner Band The Stimulators – die lässigste Kombination aus Südstaaten-Groove, Karibik-Flair, Latino-Feuer und Blues-Feeling.

Contemporary Jazz aus Norwegen vom Feinsten – und dazu einige Biere in guter Gesellschaft: ein Rettungsfahrer, der Weinbauer ist, ein Banker, der gerade wieder Vater wird, sowie richtig nette Versicherungsmenschen von der Grazer Wechselseitigen. Eine spontane Männerrunde eben. Schilcher wird nachgeliefert.

Graz, 16. August 2013

5/8erl in Ehr’n

Sommerkonzert am 4. August im Alpengarten Rannach. So viele Leute gab es noch nie bei den Mosers. Hanibal (Papa Wilfried war auch da) hatte seine andere Band mitgebracht und 5/8erl in Ehr’nMax Gaier und Bobby Slivovsky (Gesang), Miki Liebermann (Gitarre), Clemens Wenger (Akkordeon, Wurlitzer), sowie Hanibal Scheutz (Kontrabass) – spielten von Schrammelmusik inspirierte Lieder, bis nach dem Besingen der Freikörperkultur (“Nackabatzerl” vom Album Gut genug für die City, wobei man sich am liebsten noch selber ausziehen wollte) ein plötzliches Unwetter zur Flucht in den Gastraum zwang, wo es sehr gedrängt aber ungeniert weiter ging.

Aber irgendwie passte alles. Die Stimmung war gut und Angelikas Marillenknödel ausgezeichnet. Später, auf der Fahrt nachhause, waren die Waldstraßen von unzähligen Ästen übersät, die von den orkanartigen Sturmböen heruntergerissen worden waren. An einer Stelle war unsere Strecke sogar von einem umgefallenen Baum gänzlich blockiert. Somit waren wir doppelt froh, nicht gleich in den Gewitterregen hinein geflüchtet zu sein, sondern einerseits zumindest Fragmente der im zweiten Teil unplugged dargebotenen Musik drinnen vom Balkon aus durch das Fenster gehört, andererseits das wilde Toben der Natur draußen abgewartet zu haben.

Graz, am 5. August 2013

La Strada Graz Festival 2013

Der Sommerwind bringt auch heuer von 26. Juli bis 3. August Spielleute, Gaukler und Jongleure auf höchstem Niveau aus aller Herren Länder nach Graz. Wir dürfen uns wieder auf “La Strada” freuen, das internationale Festival für Straßenkunst und Figurentheater. Die drei folgenden Beispiele aus dem Jahr  2013 bleiben sicherlich in Erinnerung.

Opernring 12/I
T. +43 316 69 55 80
A 8010 Graz

La Strada ist eine Arbeitsgemeinschaft des Vereines zur Förderung von Straßenkunst und Figurentheater in Österreich und der Firma die ORGANISATION, Büro für Gestaltung und Veranstaltungsorganisation GmbH.

The 7 Fingers

“Traces”, die neue Show von “Les 7 doigts de la main” aus Kanada war (wie bereits 2012) ein großartiger Auftakt für das La Strada Festival 2013 — Standing Ovations in der Grazer Oper.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Les 7 doigts de la main | Fotos © Gerald Ganglbauer 2013

Graz, am 27. Juli 2013

Zweite Liga für Kunst und Kultur

“Chronik der vorbeilaufenden Ereignisse”, eine amüsante Publikums-verarschung –  hinter dem Schaufenster Annenstraße 49 … Blick auf die Straße … auf das Leben … ähm … aha …


Zweite Liga für Kunst und Kultur | Video © Gerald Ganglbauer 2013

Graz, am 30. Juli 2013

Cirque Inextremiste

“Extrêmités” – in der Helmut-List-Halle – Straßentheater in Vollendung

Drei Franzosen, davon einer im Rollstuhl, zeigen uns von heute bis einschließlich Samstag dreimal jeweils eine Stunde lang atemberaubend extreme Akrobatik. Man wird erinnert an den Slapstick von Stan & Laurel, allerdings bis an die Grenze zur Geschmacklosigkeit, etwa, wenn der Behinderte im Rollstuhl seine Urinflasche zurück fordert, oder wenn er zum Klatschen des lachenden Publikums den Cancan tanzt. Aber er zahlt es ihnen mit barer Münze heim – und alle drei zeigen viel Können, wenn sie auf losen Brettern und Gasflaschen balancieren und dazu Saltos schlagen.


Cirque Inextremiste (Frankreich) | Video © Gerald Ganglbauer 2013

PS.: In zwei Tagen, am Samstag, wird La Strada 2013 bereits wieder Geschichte sein. Das ist auch mein einziger Kritikpunkt an dem Festival. Es ist zu dicht. Würde sich das Programm über zwei Wochen erstrecken, hätten Schaulustige die Gelegenheit, alles zu sehen. So tut es mir leid, Wolfram Bergers Kabinetttheater im Dom im Berg verpasst zu haben. Lieber Werner Schrempf, zeig uns nächstes Jahr nicht mehr, aber gib uns etwas mehr Zeit, internationale Straßenkunst und Figurentheater in Graz, Leibnitz, Stainz und Weiz hautnah zu erleben.

Graz, am 1. August 2013