Stattegg rockt verschoben

Das für 8. Oktober 2020 geplante Benefizkonzert für Parkinson im Lässerhof musste wegen neuerlichen Anstiegs der Corona-Angst auf 27. Februar 2021 verschoben werden.

Eintrittskarten bitte am besten gleich oder so früh wie möglich kaufen. Erhältlich exklusiv in unserem Web Shop und allen OETICKET Kartenbüros. Viele Ermäßigungen!

Jazz Festival Leibnitz 2020

Pannonica (Gina Schwarz) live im Kulturzentrum Leibnitz

Was für ein Fest! Das 8. Jazz Festival, das „Ausnahmefestival“, das Otmar Klammer und Isabella Holzmann in Zeiten der Pandemie auf die Leibnitzer Bühnen gebracht haben, wurde eine großartige, ausverkaufte Erfolgsgeschichte, dank sieben Bands, allesamt einheimischer Provenienz, den vielen südsteirischen Helferinnen und Helfern, die eine virenfreie Umgebung garantierten und dem treuen Publikum, das im geschätzten Altersdurchschitt jenen von den jungen Musikern der nächsten Generation verdoppelte.

Das Virus hielt sich von Leibnitz fern, zumindest nach meiner „STOPP Corona“ App und das scheint tatsächlich dem erzwungenen „Glücksfall“ (so Otmar Klammer) zu danken, das ursprünglich geplante internationale Aufgebot auf das nächste Jahr zu verschieben und den Massstab auf Austrian Jazzlines zu verkleinern, ohne dabei Qualität einzubüßen.

Kulturzentrum Leibnitz

Und so war es in der Tat, viele und verschiedene Künstler begeisterten das Publikum. Ich sage absichtlich „verschiedene“, weil manche in zwei oder gar drei Bands mitwirken und wie mir der Tompeter Mario Rom sagte, dessen Album Mario Rom’s Interzone – Truth Is Simple To Consume ich vor einiger Zeit besprochen hatte, wie gut es sei, auf Festivals nicht Bands, sondern Musikerfreunde zu treffen. Der Schlagzeuger Niki Dolp meinte beim Frühstück, dass der Grund dafür ein finanzieller Druck sei. Ich hatte die halbe Band Jakob Gniglers erst um halb Eins ins Hotel gebracht, da wartete um dreiviertel Acht bereits ein Taxi und am Sonntag trommelte er schon wieder mit Shake Stew.

Grottenhof

Der Sonntag zeigte sich wettermäßig von knallharter Sonne bis zu zarten Regentropfen als sehr wechselhaft, musikalisch in zwei Sets aber als totalen Ohrenschmaus, den die sieben Herren, später vom Blues Gitarristen Christopher Pawluk unterstützt, konstant groovig servierten. Ich werde übrigens Gnigler und Shake Stews neueste Alben Shake Stew – (A)live! und Gnigler – Straight On, Downstairs, 2nd Door Left im Musikteil besprechen.

Insgesamt waren es drei aussergewöhnlich schöne Tage mit dem Medikament „Jazz Live“, das fast ohne Nebenwirkungen der Seele in 2020, einem der seltsamsten Jahre meines Lebens, wohl taten, auch wenn sie durch die späten Stunden dem Körper viel abverlangten. Gerne würde ich 2021 das 9. Jazz Festival Leibnitz (30.9. bis 4.10.2021) noch erleben.

Austrian Jazzlines Update

Update vom Pressegespräch

Austrian Jazzlines, aka 8. Jazz Festival Leibnitz wird trotz Corona Pandemie von 2. bis 4. Oktober über die Bühnen gehen. Die Stimmung ist vorsichtig optimistisch.

Jazz Festival-Team: Otmar Klammer und Isabella Holzmann beim Pressegespräch im Eleven, Graz

Freitag ist ausverkauft, für Samstag und Sonntag gibt es noch einige Karten. Mitschnitte aller Konzerte werden wie immer auf OE1 gesendet. Ich werde berichten.

Großzügiger Jazz-Fan: Bürgermeister der Stadt Leibnitz, Helmut Leitenberger | © Gerald Ganglbauer

Austrian Jazzlines

Jazz Festival Leibnitz 2020

Leibnitz2020
2. bis 4. Oktober 2020, Leibnitz

 

Die achte Ausgabe des Internationalen Jazzfestival Leibnitz wird in diesem für die gesamte Live-Musik so leidgeprüften wie historischen Jahr zu einem dreitägigen Show Case des jungen und zeitgenössischen österreichischen Jazz! International an unserem Festival ist heuer allein das Format der heimischen Projekte.

Unter dem Slogan Austrian Jazzlines wollen wir also ausschließlich mit österreichischen Gruppen bzw. aktuellen Projekten ein Credo an den kontemporären Jazz österreichischer Provenienz ausrufen und gleichsam auch einen Beitrag zur Konsolidierung und Stärkung der heimischen Szene nach all den Entbehrungen der letzten Monate leisten.

Auf drei Bühnen werden dabei sieben der vielversprechendsten Ensembles und Band-Projekte der jüngsten Zeit in einem durchgestylten Programm auftreten und großteils auch ihre jeweils neuen CDs präsentieren.

Das Programm soll als ein ganzheitliches Konvolut verstanden werden, in dem in einer wechselseitigen Bedeutung und Wirkung von Komposition und Improvisation alles mit allem zu tun hat. Das Festival soll also keine bloße Band-Revue durch die äußerst vielfältige und hochkarätige österreichische Szene sein, sondern alle Errungenschaften und Entwicklungen, die zu dem ausgewiesenen Selbstbewusstsein der kreativen Jazzszene im Lande führten, in einen schlüssigen Zusammenhang stellen. Einen Zusammenhang, der zwischen aller Komplexität innovativer Gruppendynamik, kammermusikalischer Intimität und rhythmisch-orientierter Expressivität freilich auch der internationalen Erfahrung und Reputation geschuldet ist, die die einzelnen Musiker heute in hohem Maße mitbringen.

Der große Frauenanteil spricht dabei für die signifikante internationale Stellung der österreichischen Szene in Sachen Genderfrage und Quotenregelung im Jazz.

Wie in all den Jahren unserer Festivalgeschichte hat der ORF auch heuer wieder zugesichert, alle Konzerte des Festivals für Radiosendungen im Lande mitzuschneiden und im internationalen Rahmen der EBU (European Broadcasting Union) anzubieten. Womit den Austrian Jazzlines freilich auch eine riesige internationale Bühne geboten wird.

Otmar Klammer, Isabella Holzmann

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Crowdfunding: Uli Drechsler

Ich kenne Ulis Jazz Trio «Café Drechsler» (mit Alex Deutsch und Oliver Steger, 2017) und finde auch sein aktuelles Projekt LIMINAL ZONE spannend und zeitgemäß. Mit Hilfe von Crowdfunding will er sein eigenes Label gründen, das – wie ich es sehe – dem Modell eines Autorenverlags ähneln wird. Das will ich gerne unterstützen.

drechsler_caramelNachdem im März 2020 mit «Caramel» (Monkey/Enja) bereits das erste Album der LIMINAL ZONE Welt erschien, soll im Sommer 2020 mit «Caramel Reimagined» gleich das dazugehörige Remix Album nachgelegt werden. Dann erstmalig auf dem eigenen Label. Und so sollen stetig neue Aktivitäten und Veröffentlichungen rund um LIMINAL ZONE stattfinden um die Möglichkeiten der Plattform und des Netzwerks auszubauen.

Info: www.liminalzone.at

Jazz in Zeiten des Coronavirus

Lieber Gerald;
Na, wie gehts dir mit der Situation von Covid-19?
Nachdem ich am Freitag, den 13.03. das letzte Jazztett Konzert (*1) gespielt habe, bin ich am Sonntag darauf mit dem Vibraphon nach Andritz zu meiner Lebensgefährtin Viktoria gefahren, wo ich die nächste Zeit logiere, da ihre Wohnung etwas größer ist als mein Kabinett. Und nun, ja, wie umgehen mit dieser für uns neuen und ungewohnten Situation im doppelten Sinne – wir haben mit Ausnahmen in Urlauben nie so lange miteinander gelebt. Ein neue Lebenserfahrung ist es allemal. Und wir müssen wachsam bleiben, dass diese Einschränkungen nicht „normal“ werden. Derzeit erinnere ich mich an die Dystopien, die Jose Saramago in „Die Stadt der Blinden“ oder Paul Auster in „Im Land der letzten Dinge“ beschrieben haben.

Bad News – Berndt Luef

Natürlich komme ich auch immer mehr drauf, was ich alles noch einpacken hätte können. Und mir fällt natürlich mein analoges Arbeiten a bisserl am Schädel… derzeit versuche ich z.B. aus dem Gedächtnis meine Soloarrangements fürs Vibraphon wie das beiliegende „Bad News“ (der Titel paßt irgendwie zu der derzeitigen Situation, ist aber nicht von mir, sondern vom dänischen Pianisten Tom Petersen) zu rekapitulieren. Und nun sollte ich auch die Erlagscheine einzahlen, weil ich nix e-banking … also mit Gesichtsmaske in die Stadt?

Ein „Galgenbaum“ in Andritz

In den letzten Tagen sind wir als „Bewegungstherapie“ in den Wald in der Nähe („am Pfanghofberg“) gegangen. Dabei habe ich auf einem Hügel einen „Galgenbaum“ entdeckt, der mich an die Italo Western („Hang em high“) der späten 1960er Jahre erinnert.
Liebe Grüße
Berndt


(*1) am 13.03. hätte es eigentlich die Grazer Jazznacht geben sollen, aber alle anderen Veranstalter haben ihr Konzert abgesagt, nur wir haben in der Vormittagsprobe (demokratisch) entschieden zu spielen: Abstimmungsergebnis war 6:2:2. Ich war froh darüber, da ja nicht absehbar ist, wann wir überhaupt wieder auftreten können.
Ich mußte „eh“ eine Erklärung für die WIST unterschreiben, dass ich für alle Unannehmlichkeiten verantwortlich bin… Es sind natürlich wenig Zuhörer gekommen, aber es war trotzdem ein stimmiges, allerdings durchaus eigenartig stimmiges Konzert. Einnahmen hatten wir natürlich keine, da auch keine Eintrittskassier(rerin) verfügbar war.

Benefiz-Gala

Let’s Spend The Night Together

Benefiz-Gala im Orpheum Graz

Ehrensache, dass die große Benefiz-Gala auch in diesem Jahr eine Fortsetzung findet: Am 14. Dezember heißt es im Orpheum Graz wieder: „Let’s Spend The Night Together“! Die ersten Acts und Künstler stehen bereits fest, so werden – unter der Moderation von Sigrid Hroch – unter anderem das österreichische Kabarett-Duo PIZZERA & JAUS, DESCHOWIEDA, MIKE SUPANCIC, POPWAL, „SIR“ OLIVER MALLY, VIDA NOA, BORIS BUKOWSKI, THE BEAT CLUB, PIPPA, ISMAEL BARRIOS‘ BUENA VISTA PROJECT, WOLFRAM BERGER, DAVID SCHEID u.v.m. auf der Bühne stehen – und natürlich viele weitere Top-Acts sowie Überraschungsgäste!

Als besonderes „Spendenzuckerl“ wird die MOFF.-Ausstellung von Meisterkarikaturist Gerhard Haderer, welche 2018/19 im Orpheum Graz zu sehen war, zum guten Zweck versteigert.

Wie schon im vergangenen Jahr ist das Eintrittsticket gleichzeitig die Spende, der Reinerlös kommt karitativen Einrichtungen zugute. Unterstützt werden in diesem Jahr:

  • Leukämiehilfe Steiermark
  • Steirische Kinderkrebshilfe
  • Österreichische Krebshilfe Steiermark
  • Steirer helfen Steirern
  • Rainbows

Organisator Vojo Radkovic, Gastgeber Bernhard Rinner und das Team der Grazer Spielstätten freuen sich auf Ihren Besuch bei der Benefiz-Gala des Jahres!

Beeindruckend: 900 Menschen sangen gemeinsam mit Boris Bukowski seinen 42 Jahre alten Hit „Kokain“, der vor zwei Jahren auf dem Album „Gibt’s ein Leben vor dem Tod?“ neu veröffentlicht wurde.
Gerhard Haderer: „Horch, Frel, die Grillen … I riach nix.“

Der Reinerlös der Benefiz-Gala war 26.000 Euro. Auch ich trug eine kleine Spende bei und ersteigerte die einzig „nicht jugendfreie“ Karikatur von Gerhard Haderer.

Matthias Loibner – Hurdy Gurdy Guru

Die Drehleier zu Gast im Stockwerk

Hurdy Gurdy Guru Matthias Loibner | Foto: Gerald Ganglbauer

Die Drehleier (auch: Radleier, engl. Hurdy Gurdy) ist ein Streichinstrument, bei dem die Saiten von einem eingebauten Rad angestrichen werden, das mittels einer Kurbel gedreht wird. Die schwingende Länge einer oder mehrerer Melodiesaiten wird mechanisch über Tasten verkürzt, um die Tonhöhe zu verändern.

Meist klingen eine oder mehrere Bordunsaiten auf konstanter Tonhöhe mit. Die Drehleier wird daher wie die Sackpfeife zu den Borduninstrumenten gezählt. Zum Erzeugen von rhythmischen Schnarrlauten dient oft ein Schnarrsteg.

Die Drehleier wird unter anderem in der traditionellen Musik, der Alten Musik, Industrial, in der Rockmusik und in der Neuen Musik verwendet. Vereinzelt auch im Jazz, wie vom Hurdy Gurdy Guru Matthias Loibner, von dem es unzählige Alben gibt, zuletzt „Brot & Sterne: Tales of Herbst“ (Traumton Records, 2017).

Matthias Loibner (geb. 1969 in Graz) studierte einige Semester klassische Komposition, Jazzkomposition, Orchester- und Chorleitung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Seit 1990 widmet er sich hauptsächlich der Drehleier, sowohl als Musiker als auch als Lehrer. Matthias Loibner lebt heute in Wien und arbeitet seit 1995 mit dem Instrumentenbauer Wolfgang Weichselbaumer an der Weiterentwicklung der Alto-Drehleier unter anderem an der mehrkanaligen elektronischen Abnahme. Er kombiniert die Drehleier mit einem eigenen Setup aus Live-Effekten und live-looping software am Computer.

Das Ergebnis dieser Fusion läßt sich schwer in Worte fassen, man muss es gehört haben. Stockwerk Jazz Graz bot diese Gelegenheit, wo er als Gastsolist mit dem Heinrich von Kalnein Quintett aka Jazz Big Band Graz Smål zu erleben war.

Info: matthias.loibner.net

tube’s live | music | café

Trotz der derzeit durchaus intensiven Umgestaltungsphase (die gmd hat ja nach vielen erfolgreichen Jahren Ende September endgültig die Bühne der legendären Konzertlocations in Graz verlassen) freut es mich, dass es in der kommenden Woche zwei Konzerthighlights im „tube’s“ zu vermelden gibt. Mit David Murray (30.11.) und Mansound (2.12.) kommen zwei internationale Ensembles nach Graz deren musikalischer Zugang wohl unterschiedlicher nicht sein kann. Ganz im Sinne der großen stilistischen Bandbreite auf der Bühne des „tube’s“ live | music | cafe. Mit Vorfreude – Sigi Feigl

David Murray & Blue Brass

David Murray – tenor sax, bass clarinet, Paul Zauner – trombone, Wolfram Derschmidt – bass, Dusan Novakov – drums: Samstag, 30. November 2019 @ tube’s
Der Grammy-Gewinner David Murray gilt vielen als einer der wichtigsten und vielseitigsten Saxophonisten, Komponisten und Bandleader des modernen Jazz. 
Aufgestiegen in der New Yorker Loft Jazz-Szene in den 1970ern, als Mitbegründer des World Saxophone Quartet und vielfältiger Garant für musikalische Integrität auch in Europa populär, später auch mit „The Grateful Dead“ oder „The Roots“. Über 150 Alben sind unter seinem eigenen Namen entstanden, bei 100 weiteren Alben war er als Sidemen mit dabei. Seine Vorbilder sind die Saxophonisten Paul Gonzales, Lester Young und Ben Webster. Durch sein obertonreiches Spiel, seine virtuosen Überblastechniken und seine Erfahrungen in Gospel, Avantgarde, Rock und Funk verfügt er über ein enormes musikalisches Handwerkszeug.

Mansound

Mansound: Yuriy Romensky, Mykhailo Vandalovskyi, Vilen Kilchenko, Vladimir Sukhin, Ruben Tolmachev, Artem Banar: Montag, 2. Dezember, 20 Uhr @ tube’s
Mansound inszeniert die Vielseitigkeit der menschlichen Stimme.
Ihre harmonische Perfektion, erstaunliche stimmliche Fähigkeiten, reiche Klangfarbenpalette, Emotion und Natürlichkeit bringen dieses Ensemble unter die Favoriten bei Bewunderern hochwertiger Vokalmusik. Sie werden sowohl vom Publikum als Musikkritikern auf der ganzen Welt gefeiert.Mansound wurde im Dezember 1994 vom Komponisten und Arrangeur Vladimir Mikhnovetsky (1963-2004) gegründet. Als Mastermind und Inspiration der Gruppe war Vladimir in der Lage, die sechs Vokalakrobaten nicht nur innerhalb der GUS zu positionieren, sondern sie auch auf großen internationalen Bühnen und Festivals zu präsentieren.
Heute ist Mansound Experte für á cappella Musik und das führende Gesangsensemble in der Ukraine bzw. der gesamten ehemaligen Sowjetunion.
tube’s, Grieskai 74a, Graz
Die Konzerte beginnen um 20 Uhr.
Reservierte Sitzplatztickets bitte bis spätestens 19:45 einlösen.

Tickets: +43 676 3126070
office@tubes-cafe.at
www.tubes-cafe.at 

Rock-Generationen

Vier Bands rockten gemeinsam ein Konzert im Grazer Moxx: „Doppeldecker“ (grob geschätzter Altersdurchschnitt 30+), „Speed Limit“ (50+), „Catwalk“ (40+) und „Mad Soul Empire“ (20+). Bei einzelnen Bandmitgliedern liege ich sicher falsch, aber um die Rock-Generationen anzudeuten genügt die Skala als Beweis, dass die Rockmusik der 80er weiter lebt. Keep on rockin‘.

Doppeldecker

Eine Band aus dem Süden Burgenlands mit deutschen Texten, humorigen Inhalten (wie Kernöl oder Uhudler) und fetzigem Melodic Rock. Leider ging das Publikum auf ihren Wunsch nicht ein, zu ihren Balladen zu schmusen. Gut gemeint wars allemal.

Speed Limit

Melodic Metal brachten diese vier Herren im gesetzten (knapp unter meinem) Alter aus Salzburg mit. Ich nützte die Pause für eine private Unterhaltung mit Chris Pawlak (Bassgitarre) und fand viele Parallelen zu meiner eigenen Musikgeschichte. Joe Eder (Leadgitarre) und Chris Angerer ließen die Gitarren kreischen und hatten Spaß, obwohl sie noch nie vor so wenigen Besuchern aufgetreten waren, wie hier im Moxx. Übrigens: Hannes Vordermayer, Sänger und Schlagzeuger, erinnert auf den ersten Blick an Gerd Sojka (Badhoven). Die beiden kennen sich sogar.

Catwalk

1987 in Graz gegründet, aufgelöst und wiedervereint, zeigte sich das Outfit rund um den Sänger und Bassisten Johnny Schwarzinger bei diesem Reunion-Gig in Bestform. Die Band (obwohl mir bislang nicht bekannt) muss eine gute Fanbase haben, denn der Saal begann sich zu füllen. Roland „Josh“ Joham spielte Gitarre hinter dem Kopf und Norbert Steinkellner waltete am Keyboard. Leider waren die beiden meist außerhalb der Scheinwerfer und somit schwer ins Bild zu rücken.

Mad Soul Empire

Mir war die Gruppe junger Leute in der ersten Pause aufgefallen, weil sie im Saal stehen blieben als alle anderen sich die Beine vertraten, ein Getränk, oder frische Luft holten. Auf meine Frage, ob sie Groupies von „Doppeldecker“ seien, bekam ich eine kryptische Antwort. Stellte sich heraus, dass die junge Dame die Sängerin des letzten Acts war. Da MItternacht nahte, war ich schon ziemlich OFF und ließ es mit einigen Fotos bewenden.

Ein Dank an die Veranstalter, was für eine schöne Idee, einer Musikrichtung über mehrere Generationen hinweg eine Perspektive zu geben. Aber ein wenig mehr Publicity hätte dem Event nicht geschadet, denn die Bands hätten viel viel mehr Publikum verdient. Keep on rockin‘.