Korrespondenzen auf Papier aus jenen Tagen, als Briefe und Karten noch kleine, frankierte Kunstwerke waren, Sammlerstücke aus dem Fundus, ca. 1975 – 1995,
Gerald Ganglbauer: Korrespondenzen auf Papier, Gangan Verlag Stattegg 2018, 168 Seiten, ca. 150 Abbildungen in Farbe, gebunden, 21,5 x 15 cm, ISBN 978-3-900530-45-7
In der Südsteiermark erwartet den Jazzfreund wie in den vergangenen dreizehn Jahren auch heuer wieder ein feines kleines Boutiquefestival, „Wein & Jazz“. Otmar Klammer und Isabella Holzmann bringen ein internationales Lineup nach Leibnitz, auf das man sich freuen darf – ausführliches Programm und Tickets – jazzfestivalleibnitz.at
Jazzfestival Leibnitz 2026 Vorschau
Living Being (F) Open Air Schloss Ottersbach
24. September 2026 Donnerstag, Weinkeller Schloss Seggau
Auch dieses Jahr wird im Café Rosegger am Leibnitzer Hauptplatz Samstag ab 11 Uhr bei freiem Eintritt Jazz gespielt. Der österreichische Trompeter LORENZ WIDAUER und der deutsche Gitarrist PHILIPP SCHIEPEK präsentieren „Bangers & Ballads“.
Jazzfotograf Peter Purgar zeigt im Rathaus Leibnitz Farbfotos aus 14 Jahren Jazzfestival Leibnitz. Eröffnung: Donnerstag, 3. September 2026, 18:30 Uhr – zu sehen bis 30. September. Fotos des Fotografen: Gerald Ganglbauer, Leibnitz und Saalfelden.
Heute, am 27. September 2025, wäre das vierte Village Jazz Festival am Dorfplatz von Stattegg über die Bühne gegangen. Stattdessen besuchten wir das internationale Jazz Festival Leibnitz, das von NOSAX NOCLAR (Julien Stella – clarinets und Bastien Weeger – saxophones), in seiner bereits 13. Ausgabe eröffnet wurde. Chapeau für dieses innovative französische Duo, das zurück von einer Australien Tour auch im bis auf den letzten Platz ausverkauften Weinkeller Schloss Seggau für Hörgenuss sorgte.
Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.
Bei seiner Zigarette danach stehe ich mit Gregor Seberg unter dem Dach vor dem Bühneneingang des Kulturhauses Gratkorn. Ich gestehe dem Ex-TV-Kieberer, dass ich ein Fan bin, der (fast) alle Folgen der Krimireihe SOKO Donau gesehen hat. Das freut ihn, denn er sieht sich in erster Linie als Schauspieler, Stand-up Comedian sei er nur am Rande. Das Rauchen hat er vor sieben Jahren aufgegeben, sagt er.
Das Gratkorner Publikum liebt es, wenn er die Gratweiner jenseits der Mur auf die Schaufel nimmt, den (roten) Bürgermeister in der ersten Reihe anbaggert und auch seine Heimatstadt Graz nicht verschont. Aufgewachsen bei seiner Oma in der Triestersiedlung, „zwischen Zentralfriedhof und Strafanstalt Karlau“ , kann er auf reichhaltiges Material für sein Best Of Programm zurückgreifen.
Es ist ein Heimspiel, nicht nur beim Fußball
Aus seiner „Schatzkiste“ knüpft er sowas wie einen roten Faden zwischen Maggi (Geschmacksverstärker), einem Baby Schnuller (in Schnaps getaucht) und der richtigenTemperatur vom Flascherl. Vater für einen Tag mit Null Ahnung, holt sich Hilfe beim Publikum. Das garantiert Lachen ohne Ende auf einer Bühne, um die ich die Marktgemeinde Gratkorn beneide.
Good News: In der nächsten Staffel der SOKO Donau wird Gregor (diesen Namen findet er uncool, wäre damit eines Papstes würdig) wieder auf TV-Schirmen ermitteln. Darauf freue ich mich.
Die 9te Auflage des Festes der Szene findet wie gewohnt unterm Schlossberg statt. Ich werde mich unters Volk mischen und sicher einige alte Bekannte treffen. See you!
MORITZ WEISS KLEZMER TRIO // KARLHEINZ MIKLIN “Following Footsteps” // DEELINDE & EMILIANO SAMPAIO // Jan Samson Krizanic POLYCRISIS // ANJA OM PLUS
// Lukas Meissl’s AUSTRIAN STANDARDS // SIR OLIVER MALLY SOLO SPECIAL wurde mir durch der Fahrplan der letzten Strassenbahn leider abgeschnitten. Aber die beiden kannte ich ohnedies. Was mich zum einzigen Kritikpunkt der „blauen“ Show bringt.
Mit sieben Acts erst um 20:15 zu beginnen, ist zu spät. Das Publikum muss die Möglichkeit haben, mit Öffis nachhause zu fahren, danach gibt’s nur Taxis. Auch für die letzten Auftritte wäre es fair, da sich ihr Publikum rund um Mitternacht deutlich verdünnt.
Mit einem früheren Beginn wäre das musikalische „Speed Dating“ ein noch besseres Format, neue Jazzbands im breitesten Sinn zu entdecken.
Meine Mates, die jungen Akrobatinnen und Akrobaten aus Adelaide, machen wieder ihren Stop in Graz und das bedeutet nur eines: nichts wie hin ins Orpheum, selbst wenn du im Rollstuhl sitzt, denn so etwas gibts nur einmal zu sehen. Schwerelosigkeit sei nur ein Gerücht, sagen sie, aber wehe dir, du missachtest die Warnung: Don’t try this at home.
Du brauchst aber selbst gar nicht in den Weltraum oder nach Australien zu fliegen, um schwerelos zu werden. Der Besuch von gleich zwei (!) Shows „The Mirror“ ab 20. Dezember bzw. „10.000 Hours“ ab 3. Jänner wird dir alle Beweise liefern. Goodonya, Mates!
TheMirror
Here we go: Nach der gestrigen Premiere des „Spiegels“ hat Starfotograf Nikola Milatovic aus rund 400 Fotos seine 10 besten mit mir geteilt. Diese Bilder beweisen die Flugfähigkeit der Athleten, und dass sie überdies sogar Spass daran hatten. Das begeisterte Publikum dankte mit einer Standing Ovation. Nichts anderes hatte ich erwartet.
Eine neue unterhaltsame Komponente brachte der Komponist und Musiker Ekrem Eli Phoenix auf der Suche nach dem wahren Ich in die ohnedies multimediale Compagnie ein. Songtitel bis hin zu Marilyn Mansons Albträumen wurden zum roten Faden und Lyrics zum leisen mitsingen. Das wiederum wurde zur Quizfrage: Von wem ist das Original?
10.000 Hours
Man sagt, es seien 10.000 Stunden nötig, um eine Fertigkeit zu erlernen. Mit zwei Stunden täglich wären das fast 14 Jahre. Am 3. Jänner fand die Premiere von „10.000 Hours“, einer Produktion der anderen Hälfte von Gravity & Other Myths statt und überzeugte das Publikum, dass Normalsterbliche eine dermassen hoch entwickelte Form der Akrobatik nie beherrschen würden.
Dass die Akrobaten auch eine gute Portion Humor haben, zeigte sich unter anderem in einer auf spontanen Zuruf aus dem Publikum (von mir) eingeleiteten Känguru-Improvisation. Lachen entspannt.
Über die Künstlergruppe „Gravity & Other Myths“
Gegründet im Jahr 2009 im südaustralischen Adelaide durch die jungen Akrobatinnen und Akrobaten Lachlan Binns, Jasha Boyce, Elliot Zoerner, Jacob Randell und Martin Schreiber, stehen in den Stücken der Compagnie Gravity & Other Myths stets komplexe menschliche Beziehungen im Fokus.
Die Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit den vielschichtigen Elementen des zeitgenössischen Zirkus als innovative und genreübergreifende Kunstform auseinander und verbinden in ihren Produktionen Musik, Videokunst und Lichtdesign zu wahren Meisterwerken der Bühnenkunst. Unverwechselbar, inspirierend, authentisch und der Schwerkraft immer einen Schritt voraus.
Seit der Premiere mit dem Stück A Simple Space beim Cirque Noël 2017 begleitet das Festival die Künstlergruppe auf ihrem Weg und gemeinsam mit dem Festival La Strada wurden bereits mehrere Koproduktionen realisiert und in Graz zur Aufführung gebracht.
Die weiteren Vorstellungen von „10.000 Hours“ sind ausverkauft.
Mein Tipp für die Leser:innen: Für die La Strada-Eröffnungsproduktion „Entre Chiens & Louves“ der französischen Compagnie Cirque Le Roux in der Oper Graz gibt es bereits Tickets. Bis 31. Jänner 2025 mit Frühbucherbonus. Weitere Informationen – www.lastrada.at